Natürliche Unkraut-Bekämpfung – Tipps und Tricks
In einem naturnahen Garten ist der Umgang mit unerwünschten Pflanzen, oft als „Unkraut“ bezeichnet, eine Herausforderung. Der BUND Naturschutz empfiehlt ökologische Methoden zur Bekämpfung dieser Pflanzen, um die Umwelt zu schonen und die Artenvielfalt zu fördern.
Der Einsatz von Essig oder Salz zur Unkrautbekämpfung ist nicht nur ineffektiv, sondern auch gesetzlich verboten. Diese Substanzen können das Grundwasser verunreinigen und anderen Pflanzen schaden. Auch der Gebrauch von Gas- oder Heißluftbrennern wird aufgrund des hohen Energieverbrauchs nicht empfohlen.
Stattdessen gibt es umweltfreundliche Alternativen:
Backpulver (Natron): Eine Lösung aus einem Liter kochendem Wasser und 10 Gramm Backpulver kann auf das Unkraut gesprüht werden. Diese Methode eignet sich besonders für kleinere Flächen und wirkt vor allem bei Samenunkräutern.
Brennnesseljauche: Ein Kilogramm frische Brennnesseln mit zehn Litern Wasser ansetzen und zwei Wochen ziehen lassen. Die unverdünnte Jauche kann dann direkt auf das Unkraut gegossen werden. Der Geruch ist zwar intensiv, aber die Wirkung überzeugend.
Abdeckungen: Eine weitere umweltfreundliche Methode ist das Abdecken mit Mulch oder Pappe. Durch das Bedecken des Bodens mit Rindenmulch, Stroh oder auch alten Zeitungen bzw. Pappe wird das Unkrautwachstum unterdrückt, da kein Licht mehr an die Keimlinge gelangt. Gleichzeitig bleibt der Boden feucht und wird vor Erosion geschützt – eine nachhaltige Lösung, die besonders gut zwischen Gemüsebeeten oder unter Sträuchern funktioniert.
Warum chemische Unkraut-Vernichter im Garten nichts zu suchen haben
Chemische Unkrautvernichter sind auf befestigten Flächen wie Terrassen oder Einfahrten grundsätzlich verboten. Bei Zuwiderhandlung drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro. Diese Mittel können ins Grundwasser gelangen und sind schwer abbaubar. Ein Beispiel ist Atrazin, ein seit 1991 verbotenes Herbizid, das dennoch häufig im Grundwasser nachgewiesen wird. Für eine nachhaltige Gartenpflege empfiehlt der BUND Naturschutz, auf chemische Mittel zu verzichten und stattdessen auf natürliche Methoden zu setzen. Dies schützt nicht nur die Umwelt, sondern fördert auch die Biodiversität im eigenen Garten.
Bildurheber: AndrewLozovyi


